|
17.08.2026
10:30 Uhr
|
Die Open-Source-Software Containerlab ist ein vielseitiger Baukasten für DevNetOps und ermöglicht die automatisierte deklarative Beschreibung von Topologien.

Netzwerkadministratoren und -architekten emulieren komplexe Netzwerke, um Designs zu prüfen, Schulungen abzuhalten, Proofs of Concept zu entwickeln, Fehler aufzuspüren und Software-Updates vorzubereiten. Dafür nutzen sie bisher physische Hardwarelabore, virtuelle Maschinen (VMs) oder klassische Netzwerksimulatoren wie EVE-NG, GNS3 und Cisco Modeling Labs. Mit Containerlab lassen sich virtuelle Netzwerke herstellerübergreifend aufbauen und steuern. Die quelloffene Software setzt auf Container und beschreibt die Netzinfrastruktur deklarativ. Dadurch entstehen Netzwerktestumgebungen schnell und lassen sich leicht automatisieren.
Labore mit Hardware bieten höchste Realitätsnähe, da sie hardwarespezifische Funktionen wie QoS-Mechanismen im ASIC oder das Sicherheitsverfahren MACsec in PHY-Chips direkt umsetzen. Doch sie sind teuer in Anschaffung und Betrieb, benötigen viel Platz, verbrauchen viel Energie und lassen sich nur begrenzt skalieren oder flexibel anpassen. Die Bereitstellung dauert länger, weil die Hardware zusätzliche Startzeiten erfordert. Zudem macht die fehleranfällige manuelle Konfiguration die Testumgebungen oft schwer reproduzierbar.
VMs stellen eine erste Abstraktionsebene dar und simulieren mehrere Netzwerkgeräte auf einer einzigen physischen Maschine. Doch sie verbrauchen viele Ressourcen, da jedes Gerät ein eigenes Betriebssystem und virtuelle Hardware emuliert. Das resultiert in langen Startzeiten, hohem Speicher- und CPU-Verbrauch sowie begrenzter Skalierbarkeit, vor allem bei großen Topologien.